Chronik der Abteilung "Fußball"

Auch die Bergziege „Leila“ gehört zur Trophäensammlung der TSV-Kicker
Chronik der Abteilung "Fußball" des TSV Klausdorf von 1916 e.V. zusammengestellt durch Klaus Schnoor

Stand: April 2018

Chronik Teil 1 - Die Anfangsphase...

Die Gründung des "Turnvereins (TV) Klausdorf an der Schwentine" im November 1916 und der "Freien Turnerschaft Klausdorf" im Jahr 1917 sind bedeutend für den heutigen TSV Klausdorf. Denn aus diesen beiden Vorkriegsvereinen entwickelte sich im Juni 1947 der "TuS Klausdorf an der Schwentine". In der Zeit nach Gründung der beiden Vereine und dem Kriegsbeginn 1939 war Fußball zwar auch im Angebot, doch gab es aufgrund mangelnder Spielstärke nur Repräsentativ- oder Freundschaftsspiele. Handball, Schlagball, Faustball und Turnen dominierten das Vereinsgeschehen.

Die Zeit nach Kriegsende 1945 war schwierig, denn die britische Militärregierung löste zunächst alle Sportvereine auf und verbot organisierten Sportbetrieb. Allerdings wurde organisierter Sportbetrieb, so auch Fußball in Klausdorf, schon 1946 wieder geduldet. Und schon im Jahr 1947 wurden Neugründungen offizieller Sportvereine durch die britische Besatzungsmacht wieder zugelassen, aber nur ein Verein in Klausdorf!
Der Mai 1947 war für Klausdorfs Fußballer bestimmt durch die Abteilungs-gründung im neugegründeten Turn- und Sportverein (TuS) Klausdorf und freiwillige Arbeitsleistungen auf dem zerbombten Aubrook-Sportplatz. Dieser war für 23.000 Reichsmark hinter dem heutigen Schulgebäude am Aubrook erstellt und am 26./27. Juni 1926 feierlich eingeweiht worden. Der Platz hatte während des 2. Weltkrieges aber durch die Nutzung für Kraftfahrzeughallen der Marine stark gelitten.

Wichtige Personen der Anfangsphase

Heinrich May (1947 bis 1952) wurde als erste Leitung der nun offizell dem Verein angegliederten Abteilung Fußball gewählt. Fritz Thoms als Jugendobmann und die Betreuer Heinrich Klautke, Paul Arpe, Johann Eichendorff, Hermann Lindner und Richard Krenz unterstützten den Abteilungsleiter in dieser Phase.

Zum Stamm der 1. Herrenmannschaft gehörten in dieser Zeit u.a. Mannschafts-führer Hermann Lindner, Heinz Klukowski, Willi Ströh, Hans Holdorf, Rudi Stach, Paul Diedrich, Günter Siefke, Gerhard Hagendorff, Herbert Bretzke, Ernst Kellermann und Leo Ryschka.
Schnell waren sieben Mannschaften im Spielbetrieb, was nachfolgende Abteilungsleiter wie Klaus Techel (1952 bis 1959) und Heinrich Rönnau (1960 bis April 1966), zugleich Jugendobmann, insbesondere in der Transportfrage zu Auswärtsspielen vor Probleme stellten. Lastkraftwagen oder auch Pferde-gespanne Klausdorfer Geschäftsleute waren deshalb stets eine begehrte und überaus willkommene Transportmöglichkeit.
Zu einem Auswärtsspiel in Laboe nahm Knabenspieler Holger Jörs in der Saison 1958/59 den Weg sogar mit seinem Tretroller auf sich, begleitet und zeitweise gezogen von seinen Mitspielern Horst und Volker Swigtek auf ihren Fahrrädern. Einsatzwille, Motivation und Kameradschaft waren damals prägende Attribute im Fußballsport.


Heinrich Rönnau initiierte 1961 das erste Pfingst-Jugendturnier (s.a. Jugendfußball), das mit Staffelläufen, Festumzug und Festball viele Klausdorfer begeisterte. Damals gewann mit Empor Rostock eine Mannschaft aus der sowjetischen Besatzungszone den Pokal, den sie im Folgejahr aufgrund des Mauerbaus leider nicht mehr verteidigen konnte. Die Fußballabteilung des SC Empor wurde im Dezember 1965 aufgelöst und dem neugegründeten FC Hansa Rostock zugeordnet.

Abteilungsleitung Fußball:
1947-1952 Heinrich May
1952-1959 Klaus Techel
1960-1966 Heinrich Rönnau
1967-1976 Eckhard Franck
1976-1978 Rolf Panitzki
1979-1985 Otto Lembke (u. kommissarisch Klaus Schnoor sowie Peter Langholz)
1985-1987 André Bahn
1987-1991 Jürgen Warncke (u. kommissarisch Peter Jeglorz)
1991-1992 Peter Langholz
1992-1993 Detlef Hasler (u. kommissarisch Mario Pippig)
1993-1998 Otto Lembke
1998-1999 André Bahn (kommissarisch)
1999-2003 Manfred Wollschläger
2003-2008 Dietmar Luckau
2008-2014 Manfred Wollschläger
2014-2017 Rainer Schröder
2017- Manfred Wollschläger (kommissarisch)

Wesentlichen Anteil am Erfolg der Fußballabteilung in dieser Zeit hat auch Herbert Langfeldt, der als Ligaspieler, Schiedsrichter, als Jugendobmann (1967 bis 1988) und Vereinsheimwirt wirkte. Er motivierte, obwohl in dieser Zeit noch in Suchsdorf wohnend, viele, viele Kinder und Jugendliche für den Fußballsport. Und sein hellblauer Opel war stetsvollgepackt mit Trainingsmaterial.

Ebenso prägend waren Eckard Franck als Abteilungsleiter (1967-1976), Ligaspieler und Technischer Leiter (bis ins hohe Alter), Rolf Panitzki und Gerhard Hagendorff. Später folgten Peter Hartung, Kurt Krause u.a. als Ligaobmann und Jürgen Warncke u.a. als Abteilungsleitung. In der jüngeren Vergangenheit sorgten insbesondere Otto Lembke und Manfred Wollschläger (u.a. als Abteilungsleitung, Jugendobmann) zum Beispiel für ein erfolgreiches Konzept des Jugendfußballs und schafften feste Organisationsstrukturen innerhalb der Fußballabteilung.

50 Jahre Fußball in Klausdorf
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Abteilung fand am 03.10.1996 eine Festveranstaltung in der Kl. Schwentinehalle für rund 100 geladene Gäste statt.
Der damalige Bezirksvorsitzende Dieter Behrens überreichte das DFB-Ehrenschild an Abteilungsleiter Otto Lembke.

Die Frauen kommen...
In der Abteilung "Fußball" hatte am 13. Juni 1976 die erste Damenmannschaft im TSV Klausdorf Premiere. Trainer war Herbert Langfeldt. Das erste Spiel beim TSV Jarplund-Weding (Flensburg) ging zwar verloren, doch schon 1978 konnte man mit der Meisterschaft in der Bezirksklasse den Aufstieg in die Bezirksliga verbuchen. Die Mannschaft damals: Trainer Horst Nuss, Betreuerin Magda Schröder, Gerda Ritscher, Renate Trociewicz, Ammemarie Klemm, Elly Gonda, Karin Boldt, Ute Swigtek, Ilse Ohlsen, Kirsten Stender, Marion Voß, Jutta Langholz, Sigrid Voß, Sabine Hungerland, Dorothea Gerdes, Antje Jörs, Inge Vormelker, Monika Warncke, Renate Hinz und Lydia Johannesberg.
Im Jahr 1986 wurde Torfrau und Mannschaftsführerin Carina Strothmann und im Jahr 2002 Sina Wollschläger sogar zur "Fußballerin des Jahres" in der Abteilung "Fußball" gekürt.

Heute spielt die 1. Frauenmannschaft erfolgreich in der Oberliga (SH-Liga).

Und im Herbst 1994 konnte aufgrund großer Nachfrage auch die erste Mädchenmannschaft gegründet worden. Trainer Manfred Wollschläger lehrte 23 Mädchen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren das Fußballspielen.
Wegen der Frauen-Fußball-WM in Deutschland wurde 2011 wurde durch TSV-Vorstandsbeschluss eine neue Abteilung "Mädchen- und Frauenfußball" eingerichtet und damit organisatorisch von der Abteilung "Fußball" getrennt.

Chronik Teil 2 - Entwicklung der Spielflächen und Sportanlagen

Nach Vereinsgründung wurde der Sportbetrieb auf dem Dorfplatz oder auf den landwirtschaftlichen Wiesen abgeholten. Der erste Sportplatz wurde hinter dem heutigen Schulgebäude am Aubrook erbaut und am 26./27. Juni 1926 feierlich eingeweiht. Er wurde im Krieg militärisch genutzt und weitgehend zerbombt. Der Platz wurde nach Kriegsende und Wiederzulassung der Sportvereine in Eigenleistung notdürftig für den Spielbetrieb wieder hergerichtet.

Die "Kuhle"
Aufgrund der Baumaßnahmen für den neuen Rasenplatz und das TSV-Vereinsheim wurden ab August 1968 die Punktspiele auf einer gepachteten Wiese direkt an der Schwentine ausgetragen, die zurecht den Namen „Kuhle“ hatte. Aber auch die wettkampfgerechte Herrichtung der "Kuhle" war nur mit Unterstützung der vielen Helfer und ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen zu schaffen. Der Nebenplatz "Kuhle" wurde erst 1988 wieder aufgegeben.

Aubrook-Stadion

Das neue Stadion am Aubrook mit Rasenplatz, Laufbahn und Sprunganlagen wurde am 14./15. August 1971 feierlich eingeweiht. Die 1. Herrenmannschaft verlor dabei das Eröffnungsspiel gegen den Hamburger Regionalligisten Rasensport Elmshorn mit 1:5. Im Jahr 1972 konnte auch das neue Jugend- und Sportheim am Aubrook als Vereinsheim eingeweiht werden. Die Gemeinde-vertretung Klausdorf beschließt 2006 den Namen "Aubrook-Stadion" für die Sportanlage, wobei das entsprechende Namensschild erst 2016 anlässlich der 100-Jahr-Feier des TSV installiert wird.

B-Platz
Der Ende 1977 durch Gemeinde und Bezirk I als zweiter Rasenplatz freigegebene
B-Platz hinter der Schwentinehalle bot ab 1988 als Allwetterplatz (auch Tennen-platz genannt) eine bessere Alternative für Training und Spiel. Damit war die "Kuhle" nun endgültig entbehrlich.

Sporthallen
1977 war auch das Jahr der Fertigstellung der großen Schwentinehalle, die über die Winterzeit nun auch für die Fußballer bessere Trainingsmöglichkeiten bot als bisher die weitaus kleinere Schulturnhalle, die 1961 eingeweiht worden war.

Kunstrasenplatz
Größter Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte ist sicherlich der Bau des Kunstrasenplatzes auf den Flächen des bisherigen B-Platzes und des angren-zenden Kleinspielfeldes. Das bedeutet heute für alle Fußballer im Trainings- und Wettkampfbetrieb eine spürbare Verbesserung des Sportangebots. Der Dank dafür gilt insbesondere dem damaligen TSV-Vorsitzenden Dr. Jürgen Müller, der Planung, Finanzierung und Bau in der Politik, der Stadtverwaltung und im Verein durchsetzen konnte. Ebenso gebührt Dank den vielen Ehrenamtlichen der Abt. Fußball für ihre Eigenleistungen. Nach der Antragstellung bei der Stadt-verwaltung im September 2009, der Beschlussfassung durch die TSV-Mitglieder im März 2011 und dem ersten Spatenstich am 29. April 2013 konnte die Anlage bereits am 24. August 2013 feierlich in Betrieb genommen werden. Sie wurde zugleich zum DFB-Talentstützpunkt.

Foto: Der große Kunstrasenplatz vor der Schwentinehalle
Foto: Der große Kunstrasenplatz vor der Schwentinehalle

Arbeitseinsätze
Eigenleistungen/Arbeitseinsätze waren ohnehin immer an der Tagesordnung, z.B. Behelfsbeleuchtung und Beschallung oberer Rasenplatz, Unterstände für die Auswechselspieler, Rasenaufbereitung nach Saisonende, Einsaat/Bewässerung der Rasenfläche, Beschneiden des Buschwerks, Grillplatzbau Tribüne, neue Umkleideräume in der Schwentinehalle (ehem. Jugendraum), Bau eines Kassenhäuschens.
Die Terrasse am Vereinsheim erhielt eine große Überdachung und im August 2015 wurde das Sprecherhaus zwischen dem oberen und unteren Platz eingeweiht. Wesentlicher Planer und „Baumeister“ war Peter Hartung, 1. Assistent Eckard Franck und viele, viele Helfer, wie auch die Firmen Gruner-Bau und Dachdeckerei Koestner.

Foto: Das moderne, 2015 eingeweihte Sprecherhaus mit Abstellraum und Terrasse
Foto: Das moderne, 2015 eingeweihte Sprecherhaus mit Abstellraum und Terrasse

Bau der Terrassen-Überdachung am Vereinsheim, v.l. Kurt Krause, Eckard Franck, Peter Hartung, Manfred Wuttig

Chronik Teil 3 - Der Spielbetrieb läuft...

1963/64 absolvierte die 1. Herrenmannschaft in der Kreisklasse Kiel alle 15 Spiele der Rückserie ohne Niederlage, verpasste aber dennoch den Aufstieg.
1966 trat man zum 50. Vereinsjubiläum gegen den damals höherklassigen Heikendorfer SV an und verlor nur knapp mit 4:5-Toren. Die Mannschaft damals: Volker Swigtek, Eckhard Franck, Herbert Langfeldt, Jürgen Gerwien, Meinhard Lübker, Dieter Buck, Gerhard Iwan, Uwe Hinz, Harald Voß, Holger Jörs, Peter Jelinski und Winfried Hudzietz.
Das Jubiläums-Knabenturnier mit Staffellauf gewann der TSV vor Schönkirchen und Heikendorf.
Nach dem Abstieg in die Kreisklasse B 1967 kam bereits 1968 der erneute Aufstieg in die Kreisklasse A. Die Mannschaft damals: Trainer Gerhard Hagendorff, Rüdiger Bluhm, Harald Voß, Hans Werner, Helmut Voß, Eckhard Franck, Winfried Hopp, Lothar Kurzer, Herbert Langfeldt, Günter Ritscher, Gerhard Iwan, Uwe Hinz und Peter Schimming.
Am 27. Mai 1972 kam der Regionalligist Holstein Kiel zum Antrittsbesuch und siegte mit 8:1.
Zur Saison 1973/74 wurde die Kreisklasse A zur als "Kreisliga" neu strukturiert.
Und im Juni 1974 spielt die 1. Herrenmannschaft anlässlich der 750-Jahr-Feier der Gemeinde Klausdorf gegen den Landesligisten Eutin 08 und unterlag nur knapp mit 1:3.
Ende der Saison 1974/75 schaffte die Mannschaft unter Trainer Rolf Panitzki und mit Volker Swigtek, Jürgen Trociewicz, Bobby Burmeister, Hans Werner, Bernd Johannesberg, Hartmut Rzychon, Matthias Gonda, Rüdiger Hartung, Holger Jörs, Kai Gronow, Rüdiger Trede, Lothar Kurzer, Hajo von Nessen, Peter Jeglorz und Gernot Rzychon die Meisterschaft in der Kreisliga und den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksklasse (Eiderstaffel).
Die Gemeindevertretung spendierte 800 Mark für neue Trikots mit Gemeindewappen. Als weitere Anerkennung spendierten die Kassierinnen Wilma Panitzki und Edelgart Stender der Mannschaft im Oktober 1975 ein Maskottchen - eine Bergziege namens „Leila“, eingekleidet in grünweißer Vereinsdecke. Aber der Transport "Leilas" zu den Heimspielen und ein fehlendes, adäquates Winterlager bereiteten Probleme. Denn nur widerwillig stieg „Leila“ zu den Spielen in ein Auto. Das führte schon bald zum Verkauf von "Leila" und zu einem Mannschaftsessen aus dem Verkaufserlös.
Weiteren sportlichen Erfolg verzeichnete die 1. Herrenmannschaft aber dennoch schon in der Saison 1975/76 unter Trainer Manfred Buttgereit mit dem Aufstieg in die Bezirksliga Ost. Zur Mannschaft gehörten neben Trainer Buttgereit Ligaobmann Peter Hartung, Betreuer Rolf Panitzki, und die Spieler Volker Swigtek, Hartmut Rzychon, Holger Jörs, Lothar Kurzer, Kai Gronow, Jürgen Trociewicz, Jürgen Warncke, Uwe Handt, Matthias Gonda, Uwe Braune, Rüdiger Hartung, Bernd Johannesberg, Rüdiger Trede, Erich Tollgreef, Peter Jeglorz, Hans Werner, R. Gusner, Hajo von Nessen und Klaus Schnoor.
1985 folgte der bittere Abstieg aus der Bezirksliga Ost. Aber schon 1987 war mit der Meisterschaft der Bezirksklasse (Fördestaffel) der erneute Wiederaufstieg in die Bezirskliga unter Trainer Lothar Kanieß perfekt. Die Mannschaft damals:
Betreuer Kurt Krause, Masseur Kurt Hoppe und die Spieler Michael Liesenberg, Oliver Kaukel, Armin Ludwig, Dirk Schröder, Helge Breitzke, Holger Ludwig, Knut Brink, Klaus-Peter Kühl, Uwe Braune, David Breuer, Michael Krause, Bruno Gonda, Manfred Wollschläger und Rüdiger Trede.

Erfolge beim „Kieler-Woche-Pokal“
Auch der jährliche „Kieler-Woche-Pokal“ brachte Erfolge:
In den Jahren 1977 (0:2 gg. TSG Schönkirchen/500 Zuschauer) und 1978 (1:5 gg. Schönkirchen/350 Zuschauer im Holsteinstadion) erreichte man das Endspiel.
Den Höhepunkt aber bildete das Finale um den Kieler Woche-Pokal am 19. Juni 1984: Vor gut 800 Zuschauern unterlag der TSV auf dem Blaschkeplatz in Kiel-Gaarden dem Oberligisten Holstein Kiel unglücklich mit 1:3 Toren. Das Klausdorfer Tor erzielte Armin Ludwig.

Uwe Seeler in Klausdorf...
Am 8. Mai 1990 folgte ein Wohltätigkeitsspiel einer Kieler Auswahl (mit den Klausdorfer Spielern Michael Krause und Michael Liesenberg) zugunsten des schwer erkrankten Ligaspielers, Betreuers und Schrift-/Pressewartes Rolf Ahlers gegen eine norddeutsche Traditionsmannschaft. Trainer Lothar Kanieß hatte das Spiel gemeinsam mit Peter Hartung, Kurt Krause und Otto Lembke organisiert. Insgesamt 1.425 Zuschauer (!) erfreuten sich an ehemaligen „Fußballgrößen“ wie z.B. Uwe Seeler, Willi Holdorf, Dieter Zembski, Bernd Wehmeyer, Peter Kaack oder Max Lorenz – und an sehenswerten Toren beim 7:2-Sieg der Traditionsmannschaft. Die Tore erzielten Schildt (3), Wehmeyer, Seeler, Brexendorf und Grümmer, auf Kieler Seite Karsten Redmer (2).


In den Folgejahren spielte man stets um die Meisterschaften in der Bezirks- oder der Verbandsliga Nordost mit, erreichte 2004 den Aufstieg in die neue Bezirksoberliga. Mit der Verbandsligameisterschaft 2008 schaffte man unter Trainer Stefan Köpke den Aufstieg in die SH-Liga zur Saison 2008/09, trat dort gegen Traditionsmannschaften an (z.B. Heider SV, Schleswig 06, Flensburg 08) und musste diese Spielklasse am Ende - wenn auch nur knapp - wieder verlassen.
Die Mannschaft damals: Kurt Krause (Ligamanager), Michael Wohlert (Co-Trainer), Robert Pieplow (Torwarttrainer), Reimer Vetter (Ligaobmann), Herbert Hamelmann (Physiotherapeut), Andre Hartung (Ligaberater), Maximilian von Randow, Florian Frisch, Marc Bola, Metin Mirza, Mihal-Chris Salagean, Daniel Witt, Timo Rosenfeld, Andre Baatz, Matin Shahosseini, Leslie Caushmann, Robin Buthmann, Fabian Gahr, Rene Gesper, Samet Aydemir, Semih Aydemir, Dennis Trociewicz, Jannik Seidel, Artur Czyzewski, Sven Schmedemann, Marvin Schäfer, Clemens Schneider, Raphael Piechnio, Tobias Paulat und Mehmet Erdogan.
Besonders knapp scheiterte die Mannschaft in der Saison 2013/14 am erneuten Aufstieg, musste am Ende dem TSV Bordesholm den Aufstieg in die SH-Liga (heute Flens-Oberliga) überlassen.

Am 13. Juli 2009 wurde für die 1. Herrenmannschaft die deutsche Nationalhymne gespielt. In Dobersdorf war die U-19-Nationalmannschaft des Iran der Gegner – der TSV gewann 4:3 vor großer Kulisse. Ein prickelndes Erlebnis!
Trainer Stefan „Köppi“ Köpke nahm zum Saisonende 2011/2012 nach zehnjähriger erfolgreicher Tätigkeit mit Aufstiegen in die Bezirksoberliga, die Verbands- u. SH-Liga seinen Abschied.

Es folgte im Februar 2014 mit Trainer Stefan Waskönig der Gewinn der Hallen-Kreismeisterschaft des KFV Kiel.
Zur Saison 2014/15 folgte auf Waskönig mit Mikica „Miki“ Mladenovic ein Ex-Profi von Holstein Kiel als Trainer. Im Juni 2015 erreichte die Mannschaft das Kreispokalendspiel des KFV Kiel, verlor in Altenholz vor 300 Zuschauern aber gegen den SH-Ligisten TSV Altenholz unglücklich mit 3:4 (2:1).
Mladenovic wurde im April 2016 durch den Ex-Ligaspieler Dennis Trociewicz als Trainer abgelöst. Spielender Co-Trainer wurde ab der Saison 2016/17 Timo Rosenfeld.
Anlässlich der 100-Jahr-Feier des TSV fand am 28. Juni 2016 ein Freundschaftsspiel gegen den Drittligisten KSV Holstein Kiel statt. Vor ca. 700 Zuschauern verlor unsere Elf mit 0:9 gegen eine neuaufgestellte und ehrgeizige Holstein-Mannschaft.

Foto Udo Carstens: Drittligist Holstein Kiel 2016 in Klausdorf
Foto Udo Carstens: Drittligist Holstein Kiel 2016 in Klausdorf

 

Unser Torjäger der letzten Jahre, Marc Zeller (80 Punktspieltore in vier Spielzeiten), wurde im Rahmen des Spiels standesgemäß verabschiedet, kehrte aber in der Winterpause der Saison 2017/18 zum TSV zurück.
Aufgrund der Spielklassenneustrukturierung durch den SHFV musste unsere 1. Herrenmannschaft als Achter der Verbandsliga Nordost an Qualifikationspielen zur neuen Landesliga für die Saison 2017/18 teilnehmen. Im Juni 2017 war das Ziel "Landesliga Schleswig" nach Siegen gegen Nordmark Satrup (3:2) und bei der TS Kaltenkirchen (4:1) sowie einem Unentschieden in Bad Malente gegen TSV Pansdorf (1:1) endlich erreicht. Der "Aufstieg" war perfekt! Und wurde gebührend gefeiert.
Zu den Erfolgen der 1. Herrenmannschaft haben aktiv oder im Hintergund viele weitere „Verantwortliche“ beigetragen, darunter Rolf Panitzki, Gerhard Hagendorff, Eckhard Franck, Herbert Langfeldt, Peter Hartung, Jürgen Warncke, Otto-Heinrich Lembke, Manfred Wollschläger, Kurt Krause, Jürgen Warncke und Jürgen Trociewicz.

Trainer der 1. Herrenmannschaft:
1959 - 1971 Gerhard Hagendorff
1971 - 1972 Fritz Wiese
1972 - 1973 Arno Purrucker
1973 - 1975 Rolf Panitzki
1975 - 1976 Manfred Buttgereit
1976 - 1978 Gert Fischer
1978 - 1981 Rolf Stoltenberg
1981 - 1984 Gert Fischer
1984 - 1986 Jürgen Trociewicz
1986 - 1990 Lothar Kanieß
1990   Heinrich Wittig
1990 - 1992 Wolfgang Claasen
1992 - 1994 Martin Söth
1994 - 1995 Holger Saager
1995 - 1999 Dieter Klindt
1999   Jürgen Schwichtenberg
1999 - 2002 Guido Tiegs
2002 - 2012 Stefan Köpke
2012 - 2014 Stephan Waskönig
2014 - 2016 Mikica „Miki“ Mladenovic
2016 - Dennis Trociewicz

 

2. Herrenmannschaft:
Sie erreichte zur Saison 1979/80 den Aufstieg zur Kreisliga Kiel und 1984 das Endspiel des Kreispokals des KFV Kiel für 2. Mannschaften auf der Waldwiese, wo man knapp 0:1 gegen SV Ellerbek 2 unterlag (s. Foto). Trainer war Jürgen Trociewicz (Foto rechts).


Nach Abstieg erreichte die 2. Mannschaft unter dem Trainergespann Michael Kaiser/ Sascha Thomsen zur Saison 2015/16 die Meisterschaft in der Kreisklasse A und den damit verbundenen Wiederaufstieg in die Kreisliga. Dort spielt sie aktuell auch heute nach der Neuordnung der Spielklassen.

3. Herrenmannschaft:
Wurde zur Saison 1977/78 erstmals zum Punktspielbetrieb gemeldet und erreichte schnell Meisterschaften und damit verbundene Aufstiege:
1980/81 die Meisterschaft in der Kreisklasse D, 1981/82 in der Kreisklasse C und
1982/83 die Meisterschaft in der Kreisklasse B mit Aufstieg in die Kreisklasse A,
die man – nach zwischenzeitlichem Abstieg - zur Saison 1989/90 nochmals erreichte.

4. Herrenmannschaft:
Die 4. Herrenmannschaft konnte zur Saison 1983/84 zum Punktspielbetrieb gemeldet werden. Initiator war Jürgen Horn, der die neue 4. Mannschaft als Trainer komplett mit dem Kader seiner A-Jugend der vorherigen Saison und einigen "Externen" bestückte. Sie wurde in der ersten Saison prompt Meister der Kreisklasse E, verbunden mit dem Aufstieg in die Kreisklasse D.
Die 4. Mannschaft blieb bis zum Jahr 2000 erhalten.

Die Altligamannschaft,...
...am 14. Februar 1986 von Jürgen Warncke, Peter Jeglorz und Toni Klupp „wiederbelebt“, gewann im Dezember 2001 (5:2 gg. TuS Holtenau) und 2014 jeweils die Hallen-Kreismeisterschaft des KFV Kiel. Im Kader mit über 30 zum großen Teil ehemaligen Spielern der 1. und 2. Herrenmannschaft steht die Geselligkeit im Mittelpunkt. Jährlich wird ein Freundschafts-Spielplan „abgearbeitet“, ergänzt durch ein eigenes Kunstrasen-Kleinfeldturnier oder die Teilnahme an Hallenturnieren. Viele Mannschaftsfahrten mit Auswärtsspielen oder Turnierteilnahmen u.a. in Bad Nauheim, Borken, Koblenz, Braunlage, Warsteiner-Brauerei, Hannover-Leveste oder ins dänische Kopenhagen und Langeskov bleiben unvergessen.

Pokalgewinn 1990 in Hannover-Leveste, hinten v. links Holger Engel, Joachim Holdorf, Klaus Schnoor, Harald Voß, Volker Schnoor, Klaus Jaschke, Michael Aßmann, Toni Klupp, Jürgen Warncke, Rolf Stoltenberg, Busfahrer Klaus-Peter Langholz, unten v. links Holger Jörs, Volker Swigtek, Wolfgang Thomsen, Axel Schlauß und Betreuer Wölfi Ahlers.

Insbesondere auch die zweimalige Teilnahme am "Harzer Hallencup" 2009 und 2011 in Braunlage ("Panoramic-Hotel") bleibt ebenso unvergessen wie die Turniere in Koblenz, Leveste oder Bad Nauheim. Auch das Freundschaftsspiel hier in Klausdorf gegen FC Germania 1888 Berlin, den ältesten Fußballverein Deutschlands, und die Fußball-/Golf-Aufenthalte auf Föhr bleiben in guter Erinnerung.


Mit der Teilnahme an Arbeitseinsätzen (z.B. Vorbereitung der Baumaßnahme Kunstrasen) oder mit der Übernahme ehrenamtlicher Tätigkeiten wird natürlich auch die Arbeit der Abteilung Fußball unterstützt.

Chronik Teil 4 - Viele herausragende Erfolge im Jugendbereich...

Hochklassige A-Jugend
Die herausragenden Erfolge unserer Jugendabteilung erreichte die A-Jugend:
Die Bezirksmeisterschaft 1996/97, die anschließende Verbandsligameisterschaft zur Saison 1998/99, verbunden mit dem Aufstieg in die Regionalliga, damals höchste deutsche Spielklasse dieser Altersgruppe! HSV, Werder Bremen, Hannover 96, VfL Wolfsburg, FC St. Pauli oder Holstein Kiel hießen u.a. die Gegner. Wen wundert's, dass am Ende der Abstieg stand. Aber es war schon ein Erlebnis, gegen den Profinachwuchs der Bundesligisten antreten zu dürfen. Dies ist an erster Stelle Trainer Manfred Wollschläger und Betreuer & Sponsor Jürgen Trociewicz zu verdanken.
Ebenso auch Klaus Jaschke, der mit dieser Mannschaft noch als D-Jugend im Jahr 1991 die Vize-Landesmeisterschaft auf dem Feld und die Hallenkreismeisterschaft errang. Aus der jungen Mannschaft gingen Talente hervor, die später – wie Dennis Trociewicz, Sascha Thomsen, Lennart Gruner, Frank Geurinck oder Kai Laß – im Herrenbereich oder auch in höheren Klassen erfolgreich kickten.
Die A-, B- und C-Jugend-Mannschaften bringen es in den Folgejahren zu Aufstiegen bis in die SH- und Verbandsliga und auch zu Erfolgen bei Hallenkreismeisterschaften.


Große Verdienste im Jugendfußball

Heinrich Rönnau war der "Macher" für den Jugendfußball Anfang der 60-er Jahre. In den 70er- und 80er-Jahren haben sich insbesondere Herbert Langfeldt (21 Jahre ehrenamtliche Jugendarbeit) und Harald Steffen (13 Jahre Jugendtrainer!) große Verdienste um den Jugendfußball erworben. Beide waren langjährig als Jugendobmann, Trainer oder Schiedsrichter tätig. Großer Dank geht aber auch an Heinz Scheel, Fritz Arndt (C-Jugend bis Bezirk), Manfred Wollschläger (D-Jugend Verband bis A-Jugend Regionalliga), Jürgen Horn und in der Folge Kurt Krause, Karl-Heinz Rohr, Frank Stade und Rainer Schröder.


Lange Zeit wurden die E-Jugend-Pfingstturniere durch Jugendobmann Herbert Langfeldt und insbesondere die Trainer Jürgen Horn und Karl-Heinz Rohr organisiert. 1996 feierte man bereits das 20. Pfingstturnier! U.a. nahmen in den Jahren auch dänische Mannschaften von Birkende Boldklub und Vejlby Risskov teil, die in der Schulturnhalle oder der Schwentinehalle übernachteten und im Beiprogramm mit dem Boot eine Schwentinetalfahrt unternahmen. Das Turnier endeten stets mit einem öffentlichen Grillabend und einem Lagerfeuer am Sportgelände.


Aktuell bestehen seit 2016 aufgrund der demografischen Entwicklungen viele Jugendmannschaften nur noch als Spielgemeinschaft mit dem Raisdorfer TSV. So können alle Altersklassen adäquat und wettkampffähig besetzt werden.
Ein Signal für die Zukunft?


Einzige höherspielende Mannschaft zur Spielserie 2017/18 ist die C-Jugend (Trainer Jan Petersen, Co-Trainer Daniel Horst) in der Verbandsliga mit einem überaus jungen Kader.

Chronik Teil 5 - Ganz besondere Momente des Dankes...

Herbert Langfeldt nimmt 1988 nach insgesamt 21 Jahren unentwegter Tätigkeit als Spieler, Obmann, Trainer, Betreuer, Schiedsrichter und Vereinsheimwirt (zusammen mit seiner lieben Frau Elli) seinen wohlverdienten Abschied. Viele Spieler (und auch Spielerinnen) kennen Herbert von Kind auf an bis in den Seniorenbereich als ihren ständigen Begleiter. Sein Name ist auch verbunden mit den langjährigen Partner-schaften zu dänischen Mannschaften, die über die Pfingstturniere entstanden (Birkende Boldklub, Vejlby Risskov), Jugend-Freizeitmaßnahmen oder besinnlichen Weihnachtsfeiern der Jugendmannschaften, anfangs noch im “Schwentinestübchen”, später dann im TSV-Vereinsheim. Und natürlich ist sein Name auch eng verbunden mit dem Aufbau einer Damenmannschaft beim TSV im Juni 1976.


Herbert Langfeldt (links), hier 1996 im Gespräch mit Jürgen Horn


Der SHFV würdigte ebenfalls schon früh die guten Leistungen im Jugendfußball und hielt seinen Jugendverbandstag 1980 in der neuen Schwentinehalle in Klausdorf ab.

Im Oktober 1996 fand im Beisein von Vertretern der Kommune, Verbände, des TSV und anderer Vereine ein Festakt zur 50 Jahr-Feier der Abteilung Fussball in der Kleinen Schwentinehalle statt. Der Abteilung wurde das Ehrenschild des Deutschen Fußballbundes (DFB) überreicht.
Eckhard Franck (Foto links), und Gerhard Hagendorff erhielten für ihre über 40-jährige Ehrenamtlichkeit aus der Hand des damaligen KFV-Vorsitzenden Gerd Zimmermann (Foto rechts) die Silberne Ehrennadel des SHFV.

Eckhard Franck erhielt für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten weiterhin im Jahr 1997 die Ehrenmitgliedschaft im TSV, zudem 2003 eine Ehrung durch die Ministerpräsidentin Heide Simonis und 2004 durch den Kreis Plön. 2010 erhielt er als besondere Anerkennung auch den Ehrenamtspreis der Stadt Schwentinental.

Peter Hartung hat den TSV-Fußball nicht nur in seiner Zeit als Spieler und 20-jährigen Tätigkeit als Ligaobmann geprägt. Auch als "Вob, der Baumeister" hat er Pflöcke eingeschlagen: Bau der Unterstände für Auswechselspieler am Rasenplatz (1989), Bau zusätzlicher Umkleideräume Schwentinehalle, Überdachung der Vereinsheim-Terrasse und Bau des Sprecherhauses (2015) waren u.a. seine ganz wesentlichen Projekte. Planung, Durchführung und sogar die Finanzierung lagen vornehmlich in seiner Hand.

Schiedsrichter
Nicht jeder mag Schiedsrichter beim Fußball sein: Doch ohne Schiedsrichter lässt sich kein geordnetes Fußballspiel durchziehen. Deshalb gebührt der Dank den vielen, vielen Schiedsrichtern, die sich zunächst ehrenamtlich in den Dienst des Fußballsports stellten. Als ganz besonders längjährige Schiedsrichter sind Herbert Langfeldt, Heinz Scheel, Horst Nuss, Klaus Techel, Achim Boldt, Holger Jörs, Jens Meier-Lürsdorf, Jutta und Klaus-Peter Langholz, Annemarie und Karl-Heinz Klemm, Erhard Malicki und Peter Kotschelnik zu nennen, Im Frühjahr 1996 wurde Heinz Scheel für 29-jährige Schiedsrichtertätigkeit durch die Abteilung geehrt, hat anschließend aber noch viele Jahre weiterhin für den TSV Klausdorf gepfiffen.

Sponsoren/Werbepartner
Für jegliche finanzielle, persönliche oder sächliche Unterstützung danken wir den Sponsoren/Werbepartnern. Egal, ob es die Annonce in der Stadionzeitung, die Bereitstellung von Sportbekleidung bzw. Bällen, eine Bargeldspende oder die Bereitstellung von Arbeitsleistung, Arbeitsgerät und Maschinen war und ist - der Fußballsport in Klausdorf hat seine erfolgreiche Geschichte insbesondere auch den Sponsoren/Werbepartnern zu verdanken. Stellvertretend sei hier die Fa. Trociewicz-Verpackungengenannt, die nicht nur am längsten den Fußball finanziell förderte. Mit dem Senior Jürgen und seinem Junior Dennis - sowie auch Schwiegertochter Sina im Frauenfußball - waren die Verantwortlichen lange Zeit auch aktiv und erfolgreich für den TSV am Ball.

Förderverein
Als wesentliche Unterstützung bei der Finanzierung des Sportbetriebes erweist sich selbstverständlich auch der am 1. März 1992 gegründete „Verein zur Förderung des Fußballsports in Klausdorf“ (VFF), der noch heute den Fußballsport im Ortsteil Klausdorf fördert.
So sind zum Beispiel die Terrassenüberdachung am Vereinsheim, der Kunstrasenplatz, das Sprecherhaus (Frühsommer 2015) sowie Jugendfahrten und -turniere, Trainingslager und die Weihnachtsfeiern der Jugendmannschaften finanziell unterstützt und gefördert worden. Neben Mitgliedsbeiträgen und Spenden versucht der VFF um seinen Vorsitzenden Jürgen Trociewicz seit 2001, mit einem Verkaufsstand auf dem Dorfplatz und beim Bürgerfest der Stadtwerke anlässlich der "Klausdorfer Festtage" das erforderliche Geld einzunehmen, um diese Unterstützung für den Fußballsport im Jugend-, Damen- und Herrenbereich Klausdorfs auch weiterhin leisten zu können.


Foto: Der jährliche Verkaufsstand des Fördervereins beim Dorfplatzfest


Zum 25-jährigen Bestehen des VFF wurde 2017 gemeinsam mit den Firmen COOP/SKY-Supermarkt Klausdorf und Stickerfreun.de ein Sticker-Sammelalbum durch Michael Aßmann und Klaus Schnoor organisiert und in den Verkauf gebracht. Alle Fußballerinnen und alle Fußballer der Saison 2016/17 wurden abgelichtet und für das Sammelalbum verewigt.
Foto: Profihaftes Fotografieren der Spieler für das Sticker-Sammelalbum


Vielen, vielen Dank...
Fußball lebt auch von einer funktionierenden "Infrastruktur":
Das Hallentraining, Hallenturniere, die Nutzung sanitärer Einrichtungen und der Umkleideräume in der Schwentinehalle bzw. Schule sowie die Sorge um das leibliche Wohl lagen und liegen in den routinierten Händen der Vereinsheimpächter und Hallenwarte. Ihnen gebührt an dieser Stelle ebenso herzlicher Dank wie der TSV-Geschäftsstelle, der Schule, der Stadtverwaltung und den fleißigen Mitarbeitern des städtischen Bauhofes.

Die Trainingsarbeit in den Wintermonaten vollzog sich - vorwiegend im Jugendfußball - zunächst in der Schulturnhalle, später vornehmlich in der wettkampfgerechteren Schwentinehalle. Mit Unterstützung durch die Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung, die Schule, die TSV-Geschäftsstelle und insbesondere die Schulhausmeister Franz Boldt (bis Januar 1993) und dessen Nachfolger Harald Steffen (verstorben August 2017) sowie Schwentinehallenwart Harald Merkel (1977 bis März 2004, verstorben Januar 2017) kann bis heute der Spiel- und Trainingsbetrieb auch durch Nutzung der Halleneinrichtungen aufrechterhalten werden.
Die Tendenz zu Hallenturnieren und Hallen- bzw. Futsalmeisterschaften (Jugend, Liga, Altliga) in den Wintermonaten führt zu verstärktem Bedarf an Hallenzeiten und Problemen mit anderen Abteilungen, die aber stets konstruktiv gelöst werden konnten.
Auch ihr Wissen um die Organisation des Fußballs, ihre ständige Bereitschaft zur Mitarbeit für den Fußball und auch das gewisse "über den Pacht-/Arbeitsvertrag hinaus" ist bzw. war es, was zu einem herzlichen Dankeschön an Heimpächter und Hallenwarte, an Schule, Gemeinde-/Stadtverwaltung, den Bauhof und die TSV-Geschäftsstelle Anlass gibt.

Chronik Teil 6 - Geselligkeit war immer angesagt...

Die wöchentlichen Zusammenkünfte aller Mannschaften mit Kind und Kegel im 1972 eröffneten Jugend- und Sportheim, zugleich TSV-Vereinsheim, dessen erster Pächter Uwe Pietsch die Türschlüssel schon 1973 an Elli und Herbert Langfeldt (bis 1985) übergab, trugen zum besonderen Zusammenhalt auch in der Fußballabteilung bei. Das Familienleben spielte sich, anders als heute, zu dieser Zeit vielfach im Sportverein und im Vereinsheim ab. Es mangelte an der heutigen Vielfalt anderer Freizeitangebote. Aber wer damals dabei war, der hat die Harmonie, Fröhlichkeit und Unbeschwertheit dieser Zeit genossen: Knobel- und Kartenspiele, Schlipsparaden, Spanferkelessen, Pfingstfeste, Fischessen, Silvester- und Weihnachtsfeiern, Siegesfeiern nach Punktspielen, Polterabende, usw., usw. .
Jeden Montag haben Trainer und Betreuer im Sportheim die Spiele für das kommende Wochenende telefonisch mit anderen Vereinen oder dem Verband abgestimmt. Nebenbei wurde Skat gespielt oder bei einem Bier über die Ergebnisse der vergangenen Wochenendes gesprochen.

Im Jahr 1996 wurde das Sport- und Jugendheim umfangreich saniert.

Die bisherigen Pächter im TSV-Vereinsheim:
Uwe Pietsch (1972-1973)
Elli und Herbert Langfeldt (1973 bis 1985),
Waltraud und Peter Jeglorz (1986 bis 1991)
Rosi und Rolf Hammerschmidt (1992 bis 1998)
Ingrid und Manfred Sieber (1998 bis 2004),
Eva Heinisch (2004 bis 2008),
Gertrud und Günter Lübbert (2008 bis 30.09.2011),
Birthe und Frank Plickert (01.10.2011 bis Juni 2012),
Heike und Erwin Janke (04.08.2012 bis 30.09.2013),
Ysneira Solis, Restaurant/Cafe de Solis (ab 01.11. - 31.12.2013),
Harun und Attila Bicer (ab August 2014 / Pizzeria Perino).



Das TSV-Vereinsheim im Jahre 2010...

 

Anlässlich des 75. Vereinsjubiläums fand am 29. März 1991 ein Frühschoppen für Ehemalige, Freunde und Gönner des Fußballsports im Vereinsheim statt. In gemütlicher Runde wurden bei Bier, Musik und kleinem Imbiss Fotos und Geschichten über Auf- und Abstiege ausgetauscht.

Bereits zum dritten Mal nach 1986 und 1991 fand sich 1996 die Meistermannschaft der Saison 1975/76 zu einem Freundschaftsspiel gegen die aktuelle Altligamannschaft ein. In diesem Spiel, das mit 3:3 ausging, beendete Holger Jörs nach 41 Jahren als aktiver Spieler, Schiedsrichter und Betreuer sowie sieben Aufstiegen mit seiner Mannschaft seine Karriere. Das wurde nach dem Spiel im Klausdorfer Bürgerhaus zünftig gefeiert.

Chronik Teil 7 - Gedenken

Wir gedenken der verstorbenen Klausdorfer Fußballfreunde

Leider mussten wir im Laufe der über 70 Jahre den Tod folgender Klausdorfer Fußballfreunde beklagen, denen wir an dieser Stelle -
stellvertretend für viele, viele andere, hier nicht genannte - in Ehren gedenken:


Paul ARPE Karl BUCK
Dieter BUCK Michael CZENSKI
Johannes EICHENDORFF Detlef HAVEMEISTER
Horst HERBST Uwe HINZ
Georg HOFFMANN Gerd IWAN
Richard KRENZ Lothar KURZER
Hermann LINDNER Meinhard LÜBKER
Heinrich MAY Egon MÖLLER
Dieter MOHR Rolf PANITZKI
Wilma PANITZKI Edelgard STENDER
Alfred PAULAT Arno PURRUCKER
Günter RITSCHER Leo RYSCHKA
Hans HOLDORF Peter SCHIMMING
Holger SCHRÖDER Günter SIEFKE
Günter STEMPLEWSKI Willi STRÖH
Fritz THOMS Jürgen THOMS
Alfred WALDSCHMIDT Jürgen WEDE
Gerhard HAGENDORFF Wolfgang "Fliege" GENTZOW 1997
Heinrich KLAUTKE Heinrich RÖNNAU (September 1998)
Karl SCHÜTT Christian TODT
Willi MAAß Jutta LANGHOLZ
Klaus-Peter LANGHOLZ Klaus JASCHKE (2004)
Achim "Yogi" BOLDT (August 2009) Boris SCHMAHL (September 2009)
Rolf AHLERS (2010) Kurt KRAUSE (März 2010)
Winfried HUDZIETZ (Mai 2010) Manfred ARPE (August 2010)
Rolf STOLTENBERG (Dezember 2010) Rudi STACH (Januar 2011)
Armin LUDWIG (August 2011) Ernst August VOSS (Januar 2012)
Otto-Heinrich LEMBKE (November 2012) Heinz KLUKOWSKI (2013)
Stefan PRZYBYLLEK (Juli 2013) Helmut VOß (Mai 2014)
Klaus LANGE (2014) Ralf ZILSKE (Juni 2015)
Manfred BUTTGEREIT (August 2016) Harald STEFFEN (2017)