Freizeit für Jugendliche aus Dobroslav

Tja, wie soll man anfangen, diese Frage stellt sich nicht nur beim Schreiben eines Artikels, sie stellte sich auch, als im Sommer 2025 der TSV Klausdorf auf den Freundeskreis Dobroslav zukam und eine erste Idee einer Freizeit für Jugendliche aus unserer Partnerstadt skizziert wurde.

 

Völlig unklar, welche Kosten auf uns zukommen würden, welches Aktivitätenangebot zusammengestellt werden soll und kann, wie die Besucher untergebracht werden, wie die Verpflegung ablaufen würde und wie der Besuch zu uns gelangen soll. Mit jeder Runde, in der wir das Thema weiter ausarbeiten wollten, tauchten zunächst immer neue Fragen auf.

 

Aber mit Tatendrang, Ideenreichtum und Systematik hat das Orga-Team, im Kern bestehend aus:

 

Jana Glanz TSV Klausdorf

Peter Kiek    TSV Klausdorf

Dieter Hawi TSV Klausdorf

Inga Martens TSV Klausdorf

André Buhrmann TSV Klausdorf

Alina Barchan Freundeskreis Dobroslav e.V.

Stefan Wiese Freundeskreis Dobroslav e.V.

Frederik Voigt Freundeskreis Dobroslav e.V.

 

dafür gesorgt, dass es schließlich losgehen konnte. Während der Planungsphase und der Jugendbegegnung, verstärkten unter anderem Dietmar Luckau (TSV Klausdorf), Mathias Schwee (TSV Klausdorf), Gesa Sommer (Stadtverwaltung), Ramona Glindemann (Stadtverwaltung) und viele Organisatoren der einzelnen Programmpunkte unser Team.

 

Mehrere UkrainerInnen, die in Schwentinental eine neue Heimat gefunden haben, haben uns tatkräftig mit Übersetzungen und der einen oder anderen Leckerei für die Bande unterstützt. Danke an Anna Rubanik, Mischa Rubanik, Dima Barchan und Olga Liakhovska sowie Antonia und Marina.

 

Neben eigenen Bemühungen, finanzielle Mittel einzubringen, wie: Verkaufsstände auf den Ortsteil Festen 2025 und 2026, dem Nikolauslauf, Spendendosen auf Veranstaltungen des TSV Klausdorf, Mittel aus dem Integrationspreis und Info-Flyer, konnten wir großzügige Spenden mehrerer politischer Parteien (SPD, Bündnis 90 die Grünen), etlicher Vereine (Lionsclub, Förderverein Fußball in Klausdorf), ortsansässiger Unternehmen (Buchholz Hydraulik, e-nema, Passage Kontor - Kapitän Peter Henssel) und engagierter Privatpersonen verzeichnen.

 

Die Stadt Schwentinental hat uns nach Kräften beim Gelände für das Zeltlager und mit der Übernahme der Buskosten für die Reise Dobroslav-Schwentinental-Dobroslav sehr gut unterstützt.

 

Das Rote Kreuz mit dem Ortsverband Raisdorf hatte sich bereit erklärt, fast jeden Tag um 07:00 Uhr das Frühstück für die Gruppe vorzubereiten und anschließend wieder aufzuklären, bei 24 Jugendlichen und 6 Erwachsenen ein schönes Stück Arbeit. Für zwei Morgende übernahm die AWO diese Aufgabe.

 

 

 

Das Zeltlager für unsere Gäste wurde von der Bereitschaft des DRK Ortsverein Schönweide aufgebaut. Sie nahmen uns mit einer frühen Zusicherung, dass wir ohne Kosten ihre Zelte für die Jugendbegegnung nutzen können, die Sorge um die Unterbringung.

 

 

Am 06.07.2026 kam der Bus an und die Gäste wurden zu den Zelten geführt und konnten dann erst einmal ein schönes Frühstück genießen.

 

 

 

Mit Hilfe unserer Übersetzer fand eine erste Orientierung auf dem Gelände statt und zum Mittag wurde das Dönerhaus Klausdorf gestürmt. Am Nachmittag waren dem einen oder anderen die Strapazen der Busreise anzusehen, es durfte sich ausgeruht werden.

 

Morgens am 07.07.2026 wurden wir im Rathaus durch unseren Bürgermeister Thomas Haß empfangen.

 

 

 

Für den Nachmittag hatten sich mehrere Fußballtrainer des TSV Klausdorf ein tolles Trainings- und Spielangebot einfallen lassen, bei dem es sportlich und freundschaftlich zu den ersten Begegnungen mit Jugendlichen aus Schwentinental kam. Um 17:00 Uhr wurden die Kanus am Kanuheim bestiegen und die Schwentine wurde vom Wasser aus erkundet, das war etwas, das von nahezu allen später als Highlight der Freizeit genannt wurde. Beim anschließenden Grillen wurde es dann fröhlich und entspannt.

 

 

 

Nachchdem wir am 08.07. die Schwentine entlang zum Mediendom gewandert waren, konnten wir in der Kuppel die Vorführung “Space Tour” genießen.

 

Donnerstag (09.07.) sind wir mit dem Bus zum Fähranleger Wellingdorf gefahren und dann mit der Schwentinefähre zur Reventloubrücke übergesetzt.

 

 

 

Es stand ein Besuch im Landtag an. Die Landtagsverwaltung führte uns in den Plenarsaal und spielerisch wurde ein Gesetzesantrag mit Rede und Gegenrede, Sitzungsleitung durch einen Präsidenten und Abstimmung behandelt. Für viele unserer Besucher war es das erste Mal, ein Parlament nicht nur zu sehen, sondern auch die Arbeitsweise zu erleben. Die Landtagsfraktion der Grünen hatte uns im Anschluss in den Fraktionsräumen empfangen, und nach einem Getränk und einer kleinen Gesprächsrunde, auch mit Abgeordneten, wurden wir zum Mittagessen in die Landtagskantine eingeladen.

Das Hauptgericht, Currywurst mit Pommes, erfreute sich außerordentlicher Beliebtheit.

 

 

 

Zurück ging es mit einem Fußmarsch über den Rathausplatz zum Sophienhof und dann mit der KVG LInie 22 zurück zum Camp. Zum Abendessen hatte der Bürgermeister für alle bei einem Caterer leckeres Essen bestellt und hat es höchstpersönlich im Vereinsheim mit an die Jugendlichen ausgegeben und sich mit zu uns gesellt.

 

 

 

Am Freitag spazierten wir zum Tierpark in Raisdorf und schauten bei allen Tieren vorbei, bevor es für eine Abkühlung ins Freibad ging. Hier war der Sprungturm ein echtes Highlight für die Jugendlichen.

 

 

 

Nachmittags waren wir zum Volleyballspielen verabredet. Die Jugendfeuerwehr Raisdorf und die Jugend-Volleyballmannschaft des TSV Klausdorf boten allen Interessierten einige schöne Spielrunden an.

 

 

Bei bestem Sommerwetter fuhren wir Samstag (11.07.) mit dem Bus nach Stein an den Strand. Wir ließen den Tag, ganz entspannt, mit einem abendlichen Picknick auf dem Dorfplatz ausklingen. Dafür hatten wir sehr viele Pizzen beim Enjoy Stübchen bestellt und das ganze noch mit ein paar Dönern vom Dönerhaus ergänzt.

 

 

 

 

Sonntag (12.07.) waren wir zum Boxtraining eingeladen. Mehrere Boxtrainer des RTSV und einige Mitglieder der Boxabteilung empfingen uns in der Schulsporthalle in Raisdorf für ein gemeinschaftliches Training in freundschaftlicher Atmosphäre.

 

 

 

 

 

Das Abendessen stand ganz im Zeichen der Ukraine, denn einige engagierte Personen aus dem Team, welche sich auch mit der ukrainischen Küche auskennen, hatten für alle BesucherInnen und HelferInnen Borschtsch, selbstgebackene Brötchen und Pilmeni zubereitet. Einfach lecker!

 

 

 

 

Die Freiwillige Feuerwehr Raisdorf empfing uns am Montag (13.07.) mit einigen Mitgliedern der Jugendfeuerwehr zu einer interessanten Führung durch die Feuerwache. Nach gemeinsamem Hot Dog essen, verbrachten die meisten den Nachmittag im Freibad. Zur Ergänzung des Abendessens, gab es dann vom Enjoy Stübchen noch ein paar Pizzen geschenkt.

 

 

 

Nach einem entspannten Tag mit kleiner Shoppingtour im Ostseepark und etwas Freizeit, versammelten sich am Dienstagabend (14.07.) alle am Vereinsheim des TSV Klausdorf für ein Abschlussgrillen.Jürgen Mack hatte für alles gesorgt und es wurde ein wirklich gelöster und fröhlicher Abend.

 

 

 

Nach 10 Tagen der gemeinschaftlichen Unternehmungen, hatten wir uns nun nicht nur kennengelernt, sondern schätzen und mögen einander. So fiel der Abschied am Morgen des 15.07. nicht leicht. Die Jugendlichen wie auch die Erwachsenen beider Länder, nehmen viele neue Erfahrungen und positive Erinnerungen und Eindrücke mit. Wir aus dem Orga-Team sind unglaublich dankbar, dass alles so super funktioniert hat und die Jugendbegegnung Dobroslav-Schwentinental ein so großartiger Erfolg wurde. Wir danken vielmals allen kleinen und großen Akteuren, die uns unterstützt und geholfen haben. Dies war ein Gemeinschaftsprojekt, ohne eure Unterstützung, wäre das alles nicht umsetzbar gewesen.

 

 

 

 

Stefan Wiese und Jana Glanz

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