Die Mitgliederversammlung 2010 gab den Anlass für einen
Rückblick ...
auf das vergangene Jahr 2009.

Das wichtigste Problem im Verhältnis zur Stadt war die ausbleibende Sanierung der Kleinen Schwentinehalle aufgrund von Verzögerungen im gerichtlichen Beweissicherungsverfahren. Zwar standen mit Beginn des letzten Jahres die große Schwentinehalle sowie unser Lehrschwimmbecken wieder uneingeschränkt zur Verfügung, leider aber eben nicht die kleine Halle, deren Fehlen für einige Sparten nach wie vor eine große Belastung darstellt.

Ein weiterer Punkt im Verhältnis Stadt-Verein war die unterschiedliche finanzielle Behandlung der Vereine in den beiden Ortsteilen, die auch im Jahr 2009 fortbestand. Bereits im Jahr 2008 hatten wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Förderung für Kinder und Jugendliche durch die Stadt, die aus der Raisdorfer Zeit stammte und von der Stadt übernommen wurde, uns in 2008 - trotz zehnmonatiger Gemeinsamkeit in einer Stadt - nicht gewährt wurde. Hinzu kam eine ganze Fülle von weiteren Unterschieden in der Behandlung der Sportvereine, die nicht offensichtlich und erst nach genauem Vergleich der Zahlen offenbar wurden.

Es lässt sich aus den Zahlen auch leicht ableiten, dass für den TSV die Fusion nicht mit finanziellen Nachteilen verbunden ist, zumal, und dafür gebührt unser ausdrücklicher Dank an die Stadtvertretung, eine Gebühr für die Sportstättennutzung in der Stadt Schwentinental nicht eingeführt wurde. Auszuhandeln bleibt eine Beteiligung an den Energiekosten, wobei der TSV Klausdorf selbstverständlich bereit ist, hier seinen Anteil zu übernehmen. Mit der neuen Sportstättenordnung vom 24. November 2009 und der vorangegangenen Richtlinie für die Gewährung von Zuschüssen an Sportvereine vom 13. Juli 2009 ist zumindest auf diesen Gebieten Planungssicherheit hergestellt. Dennoch kritisieren wir, dass die Sportstättenordnung erst zum 1. Januar 2010 in Kraft getreten ist, was uns noch die Ausgaben für die Schwimmhalle in 2009 aufbürdet.

Hilfreich im Verhältnis zu den politischen Parteien und Wählervereinigungen waren aus meiner Sicht unzweifelhaft die beiden Gespräche mit Vertretern der politischen Gruppierungen, die der TSV zusammen mit dem Raisdorfer TSV führte. Im persönlichen Gespräch lassen sich dabei Probleme besser ansprechen und einer Lösung zuführen als durch noch so viel Schriftwechsel.

Nicht vernachlässigt werden darf unser Verhältnis zum Raisdorfer TSV. Ich denke, dass wir im abgelaufenen Jahr zu einer soliden Arbeitsatmosphäre gefunden haben. Auch hier gilt, je besser man sich kennt, desto besser lässt sich zusammenarbeiten. Mittlerweile kristallisieren sich Themenfelder heraus, die wir im laufenden Jahr angehen können. Im Vordergrund steht dabei Kooperation bei sportlichen Angeboten, Kooperation bei der Sportstättennutzung sowie den Aufbau von einzelnen Spielgemeinschaften im Jugendbereich. Ich persönlich bin dabei der festen Überzeugung, dass es zur Zusammenarbeit der beiden großen Sportvereine keine Alternative gibt. Gerade in Zeiten knapper Kassen darf sich der Sport nicht auseinanderdividieren lassen und muss Synergieeffekte nutzen.

In sportlicher Sicht war neben dem Aufstieg der 1. Herren in die Schleswig-Holstein-Liga sicherlich unser Vereinsfest am 11. Juli der Höhepunkt des Jahres. Dafür ist insbesondere unserem 2. Vorsitzenden Dietmar Luckau zu danken, der das bereits Ende 2008 geplante Vorhaben eines großen Vereinsfestes mit großem Nachdruck zu einem Erfolg führte. Ihm zur Seite standen Claudia Lohse und Marcus Schlotfeldt vom Vorstand sowie Vertreter aus allen 16 Sparten. Allen sei auch an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gedankt.
Ein wichtiges Projekt, das der Vorstand im Jahr 2009 angestoßen hat, ist das Projekt zur Reorganisation und Neugestaltung der Geschäftsstelle und der Vereinsstrukturen. Der TSV Klausdorf soll zu einem modernen Verein mit zukunftssicheren Strukturen werden, die den Anforderungen der heutigen Zeit entsprechen. Die neue Organisation soll helfen, den Verein besser zu verwalten und den Mitgliedern die Möglichkeit geben, aktiv an der Gestaltung des Vereins teilzunehmen. Die genaue Beschreibung und Zuordnung von Aufgaben soll die Vorstandsarbeit erleichtern und damit auch mehr Interesse für diese Tätigkeiten wecken.

... und Ausblick

Was erwartet uns im Jahr 2010?
Im Hinblick auf die kleine Schwentinehalle ist endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Neuester Stand ist nunmehr, dass das Beweissicherungsverfahren wohl definitiv bis zum 4. April abgeschlossen ist. Dann kann - nach Ausschreibung der Arbeiten - mit der Sanierung begonnen werden. Möglicherweise haben wir vielleicht sogar noch vor der Sommerpause wieder die kleine Halle zur Verfügung. Zur Erinnerung, im Juni ist die Halle genau zwei Jahre geschlossen. Positiv haben wir zur Kenntnis genommen, dass die Gelder für die Sanierung durch die Stadtvertretung bereits im letzten Jahr bewilligt wurden.

Hauptsorgenkind ist für uns aber im Moment der Grandplatz, der nicht nur durch den langen Winter, sondern auch durch die hohe Beanspruchung der letzten Jahre gelitten hat. Aus unserer Sicht ist eine Grundsanierung des Platzes spätestens 2011 unumgänglich. Hierzu haben wir rechtzeitig, bereits im letzten Herbst, bei der Stadt einen Antrag gestellt. Wie ich in meinem Antrag ausführlich dargelegt habe, ist eine Grundsanierung in Form eines neuerlichen Grandplatzes nicht mehr zeitgemäß. Unter Beachtung der Folgekosten und der hohen Belastung kommt hier - auch objektiv gesehen - nur ein Kunstrasenplatz in Betracht. Zwar ist der aktuelle Finanzbedarf für eine Grandplatz-Sanierung sicher geringer als die Anlage eines Kunstrasenplatzes, aber auf lange Sicht gesehen, rechnet sich die Investition. Auch hier haben wir hinsichtlich des weiteren Vorgehens ein Gesprächsangebot an die Stadt unterbreitet.
In den nächsten beiden Jahren sollen darüber hinaus die Gebäude auf dem Kanugelände saniert und energetisch verbessert werden. Hierzu hat der Verein eine Reihe von Förderanträgen gestellt. Nicht vergessen werden soll in diesem Zusammenhang die 50. Jahrfeier der Kanusparte, die am 1. Mai mit einem großen Fest auf dem Kanugelände begangen werden soll.
Erinnern möchte ich auch an ein weiteres Jubiläum im Verein: Die Schachsparte feiert im Herbst ihr 60jähriges Gründungsjubiläum. Auch hier wird es ein - wenn auch kleineres - Fest geben.
Ich sehe den TSV Klausdorf aus heutiger Sicht für die Zukunft gut gerüstet. Unsere finanzielle Situation ist zwar nicht glänzend, aber wir werden auch im nächsten Jahr die wichtigsten Investitionen und Anschaffungen umsetzen können. Was mir aber große Sorgen für die Zukunft macht, ist die mangelnde Bereitschaft, Verantwortung für den Verein im Rahmen der Vorstandsarbeit zu übernehmen. Hier sind wir ständig auf der Suche nach insbesondere jungen, kreativen und innovativen Köpfen, die uns unterstützen und auch eigene Projekte anstoßen können. Es reicht nicht, nur Sport treiben zu wollen, es braucht auch ein paar Leute, die den Laden am Laufen halten.

Ein besonderer Dank für ihr Engagement im abgelaufenen Jahr gilt unseren zahlreichen Übungsleitern, Trainern und ihren Helfern, die besonders in diesem schwierigen Jahr 2009 in ihren Übungs- und Trainingsstunden immer zur Stelle waren, dabei auch noch viele Wochenendstunden, Zeit und Geld geopfert haben, um sich so für ihre Schützlinge einzusetzen.

Ich erhoffe uns ein weiteres sportlich erfolgreiches Jahr und verbleibe mit sportlichen Grüßen

Euer
Jürgen Müller

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