Wie an dieser Stelle bereits mitgeteilt, hat sich der Vorstand zusammen mit der Fußballsparte entschlossen, die Grundsanierung des Grandplatzes mit Nachdruck zu betreiben. Da der heutige Stand der Technik eine Grandplatzsanierung nur noch in Ausnahmefällen sinnvoll erscheinen lässt, war allen Beteiligten klar, dass es sich bei der Sanierung nur um den Umbau des Grandplatzes in einen Kunstrasenplatz handeln kann.

Um das gleich vorwegzunehmen, ein solcher Umbau stellt uns vor große zeitliche und inhaltliche Herausforderungen. Da wir ausschließlich ehrenamtlich an der Sache arbeiten, ist das nur zu machen, wenn alle Beteiligten von der Notwendigkeit der angestoßenen Maßnahme absolut überzeugt sind. Dies ist hier unzweifelhaft der Fall. Die ganze Fußballsparte steht und fällt mit dem Training auf unserem Grandplatz. Steht der wegen Unbespielbarkeit durch Übernutzung für längere Zeit nicht zur Verfügung ist kein Ersatz vorhanden. Auch die Raisdorfer Sportplätze helfen da, wie leidvolle Erfahrung zeigt, nicht weiter.

Wir wissen, dass der Grandplatz sehr viel stärker genutzt wird, als ihm gut tut, es gibt aber leider keine Alternative. Trainingsverbot oder das Auflösen von Mannschaften will keiner.

Der Umbau des Grandplatzes wird Geld kosten, das der Verein alleine nicht aufbringen kann. Wir wissen aber auch, dass wir die Stadt damit überfordern würden, wenn wir eine alleinige städtische Finanzierung erwarteten. Daher hat der Verein verschiedene kreditbasierte Finanzierungsvorschläge ausgearbeitet und den Stadtvertretern im zuständigen Ausschuss anlässlich der Sitzung am 4. November vorgestellt. Aus unserer Sicht würde es sinnvoll sein, wenn der TSV die Verantwortung als Bauherr der Maßnahme übernähme. Wir können Zuschüsse beantragen, an die die Stadt nicht herankommt und wir können durch unsere Gemeinnützigkeit steuerliche Vorteile geltend machen. Verantwortung als Bauherr heißt aber nicht, dass der TSV auch Eigentümer des Grundstücks werden müsste. Wir müssen aber sicher zur Zuschussbewilligung belegen, dass wir das Nutzungsrecht über einen längeren Zeitraum hinweg haben, ähnlich dem Pachtvertrag für das Kanugelände.

Aufgrund verschiedener Gespräche, die der Vorstand und die Fußballsparte geführt haben, können wir annehmen, dass viele Stadt- und Parteienvertreter dem Projekt positiv gegenüberstehen. Daher wird der Vorstand einen erweiterten Kostenvoranschlag für die Durchführung der Maßnahme einholen und mit den zuständigen Mitarbeitern der Stadtverwaltung einen detaillierten Finanzierungsvorschlag erarbeiten.

Das letzte Wort haben dann allerdings die Vereinsmitglieder im Rahmen der Mitgliederversammlung sowie die Stadtvertretung, die das Projekt letztendlich absegnen muss. Für den TSV ist in diesem Zusammenhang wichtig zu betonen, dass die Grandplatzsanierung in der beschriebenen Art und Weise der Stadt finanzielle Spielräume belässt, die anderen notwendigen Projekten im Sportbereich zugute kommen können, sie ist daher gerade nicht gegen andere Vereine gerichtet. Im Gegenteil, die Fußballsparte des RTSV und der FC Raisdorf 06 sind herzlich eingeladen, im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für die Nutzung und Pflege aller Schwentinentaler Sportplätze sich auch an der Nutzung des Kunstrasenplatzes zu beteiligen. Sollten beide Raisdorfer Vereine an einer gemeinsamen Nutzung Interesse haben, können wir gemeinsam auch über die Aufteilung der Kosten sprechen.

Ich muss nicht ausdrücklich hervorheben, dass die Stadt Schwentinental als Eigentümerin eine Sanierungsverpflichtung für ihre Sportstätten hat, so dass die Sportstätten in einem vernünftigen, bespielbaren Zustand gehalten werden müssen. Dass sie diese Verpflichtung ernst nimmt, hat sie durch Zuschüsse an die beiden Tennisvereine zur Sanierung der Tennishallen dokumentiert. Nicht mehr und nicht weniger ist daher auch bei der Grandplatzsanierung zu erwarten.

Der Verein wird sich durch seinen Vorstand und die Fußballsparte an der Vorbereitung und Durchführung der Maßnahme aktiv beteiligen sowie einen nicht unerheblichen finanziellen Beitrag leisten. Durch die Kreditfinanzierung über den Verein muss die Stadt keine hohen Beträge zur Verfügung stellen. Lediglich für die laufende Nutzung über die nächsten zwanzig Jahre (Zinsen, Tilgung, u.ä.) werden die Kosten zwischen der Stadt und dem Verein aufgeteilt. Nach Abschluss des Verfahrens hätte die Stadt eine Top-Sportanlage zu überschaubaren Kosten erhalten und der TSV hätte Planungssicherheit für seinen Spiel- und Trainingsbetrieb gewonnen. Daher hat das Projekt unzweifelhaft für beide Seiten Vorteile.

Wer die ausführliche Begründung unseres Antrages mit der Darstellung des Ist-Zustandes und der daraus abgeleiteten Erfordernisse sowie die Kostenrechnung für die Pflege einen Grand- und eines Kunstrasenplatz nachlesen möchte, kann bei der Geschäftsstelle des TSV die Unterlagen in elektronischer Form anfordern.

Euer
Jürgen Müller

Update zum Stand der Dinge
Der Sportausschuss der Stadt Schwentinental hat in seiner Sitzung am 7. Dezember 2010 einen positiven Grundsatzbeschluss zu unserem Kunstrasen-Projekt bei 6 Ja-Stimmen, 3 Enthaltungen und 0 Nein-Stimmen gefasst. Dieser Beschluss war die Voraussetzung dafür, dass der Vorstand des TSV eine Machbarkeitsstudie bei einem Landschaftsarchitekten in Auftrag gibt. Der Auftrag wurde noch im Dezember an die Firma Siller vergeben. Die Firma Siller führt im Januar erste Bodenuntersuchungen auf dem Klausdorfer Sportgelände durch. Die Machbarkeitsstudie soll voraussichtlich Mitte März 2011 vorliegen.

Am 16. März 2011 beschloss die Mtgliederversammlung des TSV ohne Gegenstimme: "Die Mitgliederversammlung bekundet ihre Unterstützung bei der Verwirklichung des Kunstrasenprojektes und befürwortet die Umwandlung der Tennenplätze in einen Kunstrasenplatz."

Am 6. Mai 2011 wurde von der Firma „Siller Landschaftsarchitekten BDLA" die angefragte Machbarkeitsstudie vorgelegt. Die Gutachter kamen zu folgendem Ergebnis:

1 kunstrasen fazit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Juni 2011 wurde mit der Stadt ein Abstimmungsgespräch geführt, das ergab, dass der TSV als Bauherr fungieren und sich um eine Finanzierung bemühen sollte. Herr Siller wurde gebeten, seinen Kostenvoranschlag um die Positionen Zaun und Licht zu ergänzen. Auf Basis des revidierten Kostenvoranschlags und der Finanzierungskonditionen werden die Belastungen für die Stadt errechnet. In einer Gemeinschaftssitzung der vier zuständigen Ausschüsse soll im Frühherbst 2011 über das Projekt beraten werden, ehe es in die Stadtvertretung überwiesen wird.

Am 9. September 2011 berichteten die Kieler Nachrichten zum Stand der Dinge beim Projekt Klausdorfer Kunstrasenplatz.

Am 1. Dezember 2011 stellte der TSV-Vorstand der Bürgermeisterin Frau Leyk und weiteren Vertretern der Stadtverwaltung Finanzierungsmodelle für das Kunstrasenprojekt vor, die mit der LBS in Heikendorf entwickelt worden waren. Es wurde vereinbart, dass die politischen Gremien von der Verwaltung über den Sachstand zur Realisierbarkeit des Projekts informiert werden sollten. Der TSV sollte die Gelegenheit erhalten, die beteiligten Ausschüsse der Stadtvertretung in einer gemeinsamen Sitzung direkt zu informieren.

Am 20. März 2012 präsentierte Jürgen Müller vor den Mitgliedern der drei zuständigen Ausschüsse (Sport, Bau, Finanz) das Kunstrasenprojekt und die Finanzierungmöglichkeiten. Die Präsentation kann hier mit einem Klick aufgerufen werden.

Am 22. März 2012 kam der federführende Sportausschuss zu einer regulären Sitzung zusammen. Im Rahmen der Sitzung wurde beschlossen, die Unterlagen zum Kunstrasenprojekt in die Fraktionen zur Beratung zu geben. Die beteiligten Ausschüsse sollen eine Entscheidung der Stadtvertretung am 26. April 2012 vorbereiten.

Am 16. April 2012 kamen der Finanzausschuss und der Sportausschuss zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. In getrennten Abstimmungen beschlossen beide Ausschüsse jeweils einstimmig: " 1. Dem Antrag des TSV-Klausdorf auf Errichtung eines Kunstrasenplatzes durch den TSV-Klausdorf als Bauherrn wird zugestimmt. 2. Eine Entscheidung zum Zeitpunkt der Umsetzung und zur Beteiligung an der Finanzierung erfolgt im Rahmen der Beratung und Beschlussfassung zum Haushalt 2013 und zur mittelfristigen Finanzplanung. 3. Der TSV Klausdorf wir gebeten, rechtzeitig vor den HH-Beratungen der Verwaltung eine aktualisierte Finanzierungsübersicht über die Laufzeit eines Darlehns von 15 Jahren einzureichen." Damit wurde eine wichtige Vorentscheidung zur Errichtung eines Kunstrasenplatzes im Jahr 2013 getroffen. Dabei handelt es sich um die sogenannte „große Lösung": Der große Grandplatz wird ebenso durch eine Kunstrasenfläche ersetzt wie der kleinere Nebenplatz.

Am 26. April 2012 stand das Kunstrasen-Projekt auf der Agenda der Stadtvertretung unter dem Tagesordnungspunkt 10: „Zukünftige Investitionsentscheidungen der Stadt Schwentinental hier: Errichtung eines Kunstrasenplatzes (086/2912)". Die Stadtvertretung bestätigte den Beschluss der Ausschüsse und gab damit endgültig das Startsignal für den Bau des Kunstrasenplatzes am Klausdorfer Aubrook. Die nächsten Schritte: Die Stadtvertreter müssen nach dem Sommer 2012 das Kunstrasenprojekt in den Haushalt 2013 einarbeiten, der TSV Klausdorf wird einen detaillierten Zeitplan für die Finanzierung und den Bau des Kunstrasens erstellen.

Im August/September 2012 wird der virtuelle Kunstrasen fertiggestellt und freigeschaltet. Jeder kann jetzt online ein Stück Kunstrasen „erwerben". In den nächsten Wochen werden zudem mit TSV-Info und Stadtmagazin Überweisungsträger verteilt, mit denen ebenfalls ein Rasenstück erstanden werden kann. Der Spendenerlös kommt der Finanzierung des Kunstrasenplatzes zugute.

Am 13. Dezember 2012 verabschiedet die Stadtvertretung den Schwentinentaler Haushalt 2013, in dem der Etat für den Kunstrasenplatz am Aubrook enthalten ist. In den nächsten 15 Jahren werden die Stadt und mit einem angemessen Anteil der TSV Klausdorf den Kunstrasenplatz finanzieren. Der TSV Klausdorf hat entsprechende Finanzierungsangebote von Kreditinstituten vorgelegt und Zuschüsse eingeworben. Die Fußballsparte wirbt auf verschiedenen Wegen Spenden ein. Der Kunstrasenplatz wird mit Umzäunung und allen Arbeiten etwa 800.000 EUR kosten.

Im Januar 2013 erfolgt der Startschuss für das Bauprojekt. Erste Vorarbeiten werden durchgeführt und die Ausschreibung der einzelnen Teilarbeiten wird vom federführenden Architekten Siller vorbereitet.

Im März 2013 werden die Bauaufträge auf Grundlage der Ausschreibungsergebnisse vom TSV Klausdorf als Bauherrn vergeben. Baubeginn soll Ende April (18. KW) sein, die Fertigstellung ist für Mitte Juli (28./29. KW) geplant.

Am 29. April 2013 war es endlich so weit. Um 10.00 Uhr fand der erste Spatenstich für den Kunstrasen am Aubrook statt. Der TSV-Vorstand konnte zu diesem historischen Augenblick eine große Schar von Vertretern der Schwentinentaler Politik und Verwaltung, der beteiligten Unternehmen, des RTSV sowie Pressevertreter und natürlich viele Mitglieder und Freunde des TSV begrüßen. Mit einem symbolischen Spatenstich wurde der Startschuss für die Bauarbeiten hinter der Schwentinehalle gegeben, wo in den nächsten 10 Wochen die maroden Grandplätze durch moderne Kunstrasenflächen ersetzt werden.

Impressionen von der Platzabnahme findet ihr im Bilderarchiv des TSV

5. August 2013, 18.54 Uhr: Die anwesenden TSV-Vorstandsmitglieder, der federführende Landschaftsarchitekt Herr Siller und Herr Thonert als Vertreter der Sportplatzbaufirma Weitzel stellen fest, dass die Klausdorfer Kunstrasenplätze termingerecht bis auf kleinere Restarbeiten fertiggestellt worden sind. Der kleine Platz ist sofort bespielbar, der große wird freigegeben, sobald die Restarbeiten an der Spielfeldabgrenzung ausgeführt worden sind. Der TSV-Vorsitzende Jürgen Müller sinkt erleichtert in den Mittelkreis: Geschafft! Nach Jahren der intensiven Planung und Bewerbung dieses Projekts macht sich Erleichterung breit. Den beteiligten Firmen ist es nach dem Spatenstich am 29. April gelungen, aus dem roten Acker ein wahres Schmuckstück zu erstellen, das ideale Voraussetzungen für den Fußballsport bietet.

Am 24. August war es bei schönsten Spätsommerwetter endlich soweit: Gegen 14.00 Uhr eröffnete die Showbrassband Heikendorf mit einem bunten Programm die Einweihungsfeier für die neuen Klausdorfer Kunstrasenplätze am Aubrook. Außer vielen TSVlern und interssierten Bürgern waren auch die Vertreter von Verwaltung und Politik zahlreich erschienen, um der Verwirklichung des "Klausdorfer Sommermärchens" beizuwohnen. Der TSV-Vorsitzende Jürgen Müller ließ sichtbar stolz auf das Erreichte die Jahre bis zur Verwirklichung des Kunstrasenplatzes Revue passieren. Er dankte den zahllosen Ehrenamtlern, die viel Freizeit für dieses Projekt geopfert hatten, ebenso den Vetretern der Stadt und den großzügigen Spendern, ohne die es dieses Schmuckstück nicht gegeben hätte. Beosnders hob er die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekten Arne Siller hervor. Ein besonderer Dank galt Ingo Straußfeld und seinen Kollegen vom städtischen Bauhof. Manfred Wollschläger dankte als Vertreter der TSV-Fußballer mit herzlichen Worten besonders Jürgen Müller und dem TSV-Vorstand dafür, dass das Klausdorfer Sommermärchen Wirklichkeit werden konnte.

Sichtlich zufrieden zeigte sich auch die Bürgervorsteherin Angelika Lange-Hitzbleck, die in den Kunstrasenplätzen einen weiteren Beleg für die guten Rahmenbedingungen für den Sport in der Stadt Schwentinental sah. Welchen Stellenwert die Klausdorfer Kunstrasenplätze haben, brachte der DFB-Stützpunktkoordinator Björn Rädel auf den Punkt: Auf der Suche nach den besten Trainingmöglichkeiten für die talentiertesten Nachwuchsfußballer der Region führte kein Weg an der perfekten Anlage in Klausdorf vorbei. Er brachte seine Freude zum Ausdruck, dass die Talente zukünftig eine Trainigszeit auf dem Klausdorfer Kunstrasen haben werden, der zum "DFB-Stützpunkt für Talentförderung" wird. So passte es auch ganz hervorragend, dass die A-Jugendlichen aus Klausdorf und Schönkirchen mit einem Punktspiel den Platz offiziell einweihten. Hingucker vor dem Spiel war allerdings nicht der Anstoß durch den TSV-Vorsitzenden, sondern die Begrüßung der Spieler durch die Cheerleader der Canes, die akrobatisch und stimmungsvoll zum Fußball überleiteten. Das Publikum konnte sich außer am Spiel auch an Freibier und Grillwürsten erfreuen und ansonsten die tollen Stimmung auf dem Sportgelände genießen.

Impressionen von der Einweihung findet ihr im Bilderarchiv des TSV

Ein Kunstrasenplatz entsteht

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